Konzerne planen, dem freien Internet den Garaus zu machen
Viele Internetbenutzer haben keine Kenntnis von dem Plan, das Netz dem
Kabelfernsehen anzugleichen
Paul Joseph Watson
Prison Planet
Thursday, June 12, 2008
Das Internet ist der letzte unregulierte Schützengraben der freien
Meinungsäußerung aber gravierende Schritte sind in Planung, welche dem
Netz wie wir es kennen den Garaus machen würden.
Die konkreten Bedrohungen sind weder verhüllt noch schwierig zu
verstehen, eine bedeutende Anzahl an Internet-Nutzern vehält sich
hingegen noch völlig naiv gegenüber ihren Ausmaßen. Auch wenn
viele die Authenzität eines neuen Berichtes anzweifeln, laut
dem die Internet Service Provider angeblich bis 2012 den Web-Zugang in
ein dem Kabelfernsehen ähnliches Modell umwandeln werden in welchem
die Kunden für den Zugriff auf die Webseiten der großen Konzerne
bezahlen während andere Seiten blockiert sind, der Weg hin zu einem
regulierten Web ist nur zu gut dokumentiert.
Wir warnen seit Jahren vor dem Plan, das alte Internet sterben zu
lassen und es mit dem eingeschränkten und zensierten "Internet 2" zu
ersetzen. 2006 veröffentlichten wir einen Artikel
darüber, wie die RIAA versucht hatte, die Definitionen von geistigem
Eigentum bis zu einem Punkt zu erweitern an dem bereits der Link auf
externe Inhalte als eine Urheberrechtsverletzung beurteilt werden
könnte.
Viele Leser waren sich der Gefahr für das Internet bewusst, andere
konnten sich absolut nicht vorstellen dass das WWW von einem
Gerichtsurteil über das Urheberrecht verwüstet werden könnte.
Eine der größten britischen Webseiten über Themen aus dem
Technologie-Sektor, der Inquirer, berichtete ebenfalls über die
Bedrohung. Die RIAA argumentierte, dass der Beklagte Tenise Barker
Musikdateien heruntergeladen und sie durch die Plazierung in einen
nicht-privaten Ordner zur Verteilung freigegeben hätte. Obwohl Barker
für die Dateien gezahlt und sie legal heruntergeladen hatte und obwohl
die Dateien von niemandem kopiert worden waren, erklärte die RIAA dass
dies trotzdem eine Urheberrechtsverletzung darstelle. Wie Barkers
Anwalt Beckerman betonte, ist das Internet im Prinzip ein riesiges
Netzwerk aus Hyperlinks welches Dateien für andere Leute "verfügbar"
macht. Wenn wir zu CNN.com verlinken, machen wir die mit dem Link
verknüpfte Datei "verfügbar" für andere Benutzer. Uns gehört nicht das
Urheberrecht auf irgendwelche Inhalte von CNN; nach der Argumentation
der RIAA ist deshalb das Anbringen des Links bereits eine
Urheberrechtsverletzung. Natürlich lässt sich solch eine absurde
Regelung nicht einfach so durchsetzen, es würde aber auf jeden Fall den
Prozess der Regulierung vorantreiben.
Irgendwann
könnte eine Erlaubnis der Regierung für den Betrieb einer Webseite
nötig sein und Verletzungen der "Nutzerbedingungen" würden zu Zensuren
oder gar einer Sperrung führen. Dies wäre kein Problem für die
gigantischen transnationalen Konzerne, denn deren Seiten würden immer
verfügbar bleiben. Das Betreiben einer Webseite bzw. eines Blogs im
Internet 2 wäre wie das Benutzen eines Youtube-Kontos, jegliches
politisch kontroverses Material das dem Konzern misfällt würde
unverzüglich entfernt werden. Darüberhinaus kann die Panikmache im
Bezug auf Indentitätsdiebstahl, Kreditkartenbetrug und "terroristische
Propaganda" dazu führen, dass ein Fingerabdruck-Scan für den Zugang zum
Netz verbindlich gemacht wird. Pay By Touch Online und andere Firmen
haben berets Finger-Scanner entwickelt mit denen Benutzer surfen oder
online shoppen; mehrere Keyboards mit integriertem Scanner sind
ebenfalls bereits auf dem Markt. Vor mehr als 2 Jahren berichtete das
Magazin The Nation in einem Artikel mit der Überschrift "Das Ende des Internets?":
"Die
größten Telefon- und Datenkabelfirmen erarbeiten eine alarmierende
Bandbreite an Strategien welche das freie, offene und
nicht-diskriminierende Internet von heute in einen privat gelenkten und
vermarkteten Service verwandeln würden, bei dem eine Gebühr auf fast
alles verlangt werden würde das wir online tun."
|
"Verizon,
Comcast, Bell South und andere Giganten aus der Kommunikationsbranche
entwickeln Strategien welche Informationen über jede unserer Bewegungen
im Cyberscpace verfolgen und sperichern würden in einem gewaltigen
Datensammel- und Marketingsystem dessen Umfang an die National Security
Agency haranreichen könnte. Laut Weißbüchern die in der
Kabelfernsehen-, Telefon- und Telekommunikationsindustrie zirkulieren,
würden jene mit den bestgefülltesten Taschen - Konzerne,
Interessengruppen und große Werbekunden - bevorzugte Behandlung
erhalten. Inhalte von diesen Gruppen würden die höchste Priorität auf
unseren Computer- und Fernsehbildschirmen haben, während als
unerwünscht betrachtete Informationen wie
Nutzer-zu-Nutzer--Kommunikationen auf langsamere Datenhighways
abgeschoben werden oder sogar gänzlich unterbunden werden könten."
Internet 2 wird als die nächste Generation des WWW bezeichnet und setzte bereits Weltrekorde im Bezug auf Geschwindigkeit und Datentransfers.
Laut Wired Magazine
wurden David Clark, dem wichtigsten Architekt der Internet-Entwicklung
durch die Regierung in den 1980ern, 200.000$ von der National Science
Foundation ausbezahlt um an einer "gänzlich neuen Infrastruktur" zu
arbeiten welche "das heutige globale Netzwerk ersetzen" würde.
Clark kündigte an, eine "schöne neue Welt" mit dem Internet 2 schaffen
zu wollen; das neue Netzwerk solle ein "kohärente
Sicherheitsarchitektur" sein. Die Regierungspropaganda- kampagnen
dämonisieren währenddessen das alte Internet als einen gefährlichen
Sumpf voller Hetzrede, Kinderpornographie und terroristischer
Rekrutierungsaktionen. Die
europäische Union ist im Zuge, das Internet völlig zu regulieren. Der
erste Schritt ist die Einführung von Lizenzgesetzen welche eine
Registrierung, Steuern und eine Erlaubnis für den Betrieb einer
Webseite nötig machen. Falls das Material auf der Webseite gegen die
breit definierten EU-Gesetze gegen "Hetzrede" verstößt, wird die
Webseite nicht zugelassen sein. Bushs eigenes Strategiedokument für den
Sieg im "Krieg gegen den Terror" listet "Verschwörungstheoretiker",
d.h. jeder der Regierungskorruption und die Lügen über wichtige
Ereignisse entthüllt, als "terroristische Rekruteure" und erklärt,
deren Einfluss auf die Gesellschaft zu eliminieren zu wollen. In seiner
Rede im Oktober 2006 benannte der Direktor des
US-Heimatschutzministeriums Michael Chertoff das Internet als
"Terroristen-Trainingslager" durch welches "unzufriedene Menschen in
den USA radikale Ideologien und potentiell gewalttätige Fähigkeiten"
entwickeln können.
Weitere Informationen:
Europa betrachtet Blogger als Terroristen
Regierung will gegen amerikanische Blogger wie gegen feindliche Propagandisten vorgehen
Globale
Elite plant den Tod des freien Internets und die Schaffung eines rundum
besteuerten und zensierten Netzes an dessen Stelle |